Wohnquartier in Erding — Wohnhäuser um private Höfe und einen öffentlichen Grünzug, an der Platzkante ein höheres Eckgebäude mit Café im Erdgeschoss. Blaugrau verputzte Lochfassaden mit gelben Akzenten über hellem Fliesensockel.

Büroprojekt im Büro 03 Architekten, München. Eigenleistung: LPH 2–4, Teilprojektleitung.

Städtebau

Das Wohnquartier gliedert sich in mehrere Baukörper, die zu Blöcken zusammengefasst private Höfe fassen und einen öffentlichen Grünzug durch das Areal führen. An der Platzkante markiert ein höheres Eckgebäude mit einem Café im Erdgeschoss den öffentlichen Auftakt zum Quartier. Zwischen den Häusern entstehen abgestufte Freiräume — private Gärten und begrünte Höfe mit Zierkirschen-Hainen im Inneren, ein Baumplatz und ein öffentlicher Platz im Übergang zum Straßenraum, ergänzt um einen naturnahen Spielbereich. Die Erschließung des ruhenden Verkehrs erfolgt über eine gemeinsame Tiefgarage, sodass die Höfe autofrei bleiben.

Fassade

Die blaugrau verputzten Lochfassaden sind ruhig und regelmäßig gesetzt; vorgelagerte französische Balkone und Loggien mit filigranen Metallgeländern gliedern die Wohngeschosse, gelb hinterlegte Laibungen setzen dabei warme Akzente. Ein heller, gefliester Sockel fasst die Erdgeschosszone und trägt die Gewerbeflächen am Platz. Das oberste Geschoss tritt als zurückgesetztes Staffelgeschoss zurück und öffnet sich zu begrünten Dachterrassen mit Pergolen. Bepflanzung und einzelne Bäume verzahnen die Häuser mit ihren Freiräumen und übersetzen den Quartiersgedanken bis in die Ansicht.